2022

Entscheide des Schweizerischen Bundesgerichts zum Erbrecht, zur Erbschaftssteuer und zur Strukturierung des Vermögens (Stiftungen, Trusts)
des Jahres 2022
Redaktion successio online (Hans Rainer Künzle), 01.01.2022
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Tribunal Fédéral 5A_575/2020 du 06.09.2022 
​​​​​​​IIe Cour de droit civil – Droit des successions – répudiation, prolongation de délai

II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – Revision gegen das Revisionsurteil 5F_22/2022 des Schweizerischen Bundesgerichts vom 27. Juli 2022

II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – Vermächtnisklage

Tribunal Fédéral 5A_812/2020 du 17.08.2022 
​​​​​​​IIe Cour de droit civil – Droit des successions – succession (demande de renseignements, irrecevabilité faute de paiement de l'avance de frais)
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Tribunale Federale 5A_429/2022 del 08.08.2022
II Corte di diritto civile - Diritto successorio - incapacità di postulare dell'avvocato

II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – Erbteilung, Auskunfterteilung

II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Revision gegen das Urteil 5A_475/2022 des Schweizerischen Bundesgerichts vom 27. Juni 2022
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Tribunal Fédéral 5A_289/2022 du 08.07.2022 
​​​​​​​IIe Cour de droit civil – Droit des successions – ordonnance d'instruction (partage successoral)
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Tribunal Fédéral 5A_183/2022 du 07.07.2022 
​​​​​​​IIe Cour de droit civil – Droit des successions – requête en révocation de l'exécuteur testamentaire

II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Beschwerde gegen den Willensvollstrecker
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Tribunal Fédéral 5A_318/2022 du 27.06.2022 
​​​​​​​IIe Cour de droit civil – Droit des successions – action en paiement (liquidation du régime matrimonial et succession; limitation à la question de la recevabilité, autorisation de procéder et compétence)
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II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Erbteilung
Jeder Miterbe kann zu beliebiger Zeit die Teilung der Erbschaft verlangen, soweit er nicht durch Vertrag oder Vorschrift des Gesetzes zur Gemeinschaft verpflichtet ist (Art. 604 Abs. 1 ZGB). Der Anspruch aus Art. 604 Abs. 1 ZGB geht, Teilungsvorschriften des Erblassers vorbehalten, nur auf Vornahme der Teilung, nicht auch auf Zuweisung bestimmter Objekte, denn die Erben haben bei der Teilung gemäss Art. 610 Abs. 1 ZGB alle den gleichen Anspruch auf die Gegenstände der Erbschaft (BGE 143 III 425 E. 5.3). In prozessualer Hinsicht genügen daher die Begehren, den Nachlass aufgrund entsprechender Behauptungen und Beweisanträge festzustellen, die Erbteile festzustellen und den Nachlass zu teilen, sowie Sachvorbringen, aus denen wenigstens sinngemäss hervorgeht, welche Feststellungen zu treffen sind und wie zu teilen ist. Das Prozessrecht darf deshalb weder die Aufstellung eines genauen Teilungsplans voraussetzen noch mehr verlangen als die gegenständliche Umschreibung des Nachlasses (E. 3.4).

Tribunal Fédéral 5A_236/2022 du 23.05.2022 
​​​​​​​IIe Cour de droit civil – Droit des successions – irrecevabilité de la demande (paiement de l'avance de frais, action en nullité successorale)
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Revision gegen das Urteil 5A_603/2021 des Schweizerischen Bundesgerichts vom 24. Februar 2022
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Tribunal Fédéral 5A_1071/2021 du 19.05.2022 
​​​​​​​IIe Cour de droit civil – Droit des successions – mesure de sûreté en matière successorale, recevabilité de l'appel
Pour dénoncer la légalité des mesures dont le contenu viole les art. 551 ss CC la partie recourante doit utiliser le recours au niveau cantonal (c. 4).
La voie de l’appel n’est pas ouverte contre la décision de première instance parce que les mesures ne relèvent pas des art. 551 ss CC. Mais la question de savoir si les mesures concrètes violent les normes précitées n'est pas pertinente pour déterminer la voie de droit pour les attaquer
(c.5.)
Um die Rechtmässigkeit von Massnahmen zu rügen, deren Inhalt gegen Art. 551 ff. ZGB verstossen, muss die Beschwerdeführerin auf kantonaler Ebene eine Beschwerde führen (E. 4).
Gegen den erstinstanzlichen Entscheid steht der Weg der Berufung nicht offen, weil die getroffenen Massnahmen nicht unter Art. 551 ff. ZGB fallen. Die Frage, ob die konkreten Maßnahmen gegen die vorgenannten Normen verstossen, ist für die Bestimmung des Rechtsbehelfs dagegen nicht relevant (E. 5).


II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Zustimmung zur Erbausschlagung
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II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Erbteilung
Öffentliche oder private Versteigerung nach Art. 612 Abs. 3 ZGB)
Wenn der Erblasser es letztwillig nicht anders anordnet, können die gesetzlichen Erben die Teilung frei vereinbaren (Art. 607 Abs. 2 ZGB). Wenn sie sich nicht einigen, finden die gesetzlichen Teilungsregeln Anwendung. Demnach haben die Erben den gleichen Anspruch auf die Zuteilung der Erbschaftssachen in natura (Art. 610 Abs. 1 ZGB). Daher sind nach Art. 611 Abs. 1 ZGB so viele Lose zu bilden, als Erben oder Erbstämme vorhanden sind. Nur wenn die Erbschaftssache nicht in einem Los Platz findet, weil z.B. ihr Wert den Betrag eines Erbteils erheblich übersteigt, ist sie zu verkaufen und der Erlös zu teilen (Art. 612 Abs. 2 ZGB) (E.3.1).
Der Verkauf der Erbschaftssache hat auf Verlangen eines Erben auf dem Wege der Versteigerung stattzufinden. Ohne Einigung der Erben entscheidet die zuständige Behörde, ob die Versteigerung öffentlich oder nur unter den Erben stattfinden soll (Art. 612 Abs. 3 ZGB). Dabei hat sie sämtliche Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen. Es kommt jedoch nur die öffentliche Versteigerung in Frage, wenn keiner der Erben die Liegenschaft übernehmen will oder nicht alle Erben über die erforderlichen Mittel verfügen, die Liegenschaft zu erwerben (E. 3.2).
Mit der blossen Spekulation «mit einer Liegenschaft als Sicherheit ohne weiteres privat entsprechende Kredite und Darlehen» erhältlich machen zu können, kann die Beschwerdeführerin die Feststellung der Steigerungsunfähigkeit nicht als offensichtlich unrichtig ausweisen. Sie hätte viel mehr bspw. durch Zusicherungserklärungen den Nachweis erbringen müssen, tatsächlich in der Lage zu sein, privat entsprechende Kredite und Darlehen beschaffen zu können (E. 5.2).

Tribunal Fédéral 5A_1003/2021 du 12.05.2022 
​​​​​​​IIe Cour de droit civil – Droit des successions – annulation d'un testament, légitimation active

Selon le droit matériel, la qualité pour agir est un fait implicite, soit un fait qui est contenu, sans aucun doute, dans un autre allégué expressément invoqué. Le fardeau de l’allégation et le fardeau de la preuve de ce fait n’incombe à la partie demanderesse que lorsque sa partie adverse l’a contesté. Ainsi, ce n’est que si le défendeur conteste la qualité pour agir du demandeur ou allègue le défaut de cette qualité que celui-ci supporte le fardeau de l’allégation et le fardeau de la preuve. A défaut de contestation le fait implicite est censé admis (c. 3.1).
Selon la cour cantonale l’existence d’un testament olographe, et le fait que celui-ci l’institue héritier, n'ont pas été invoqués dans des allégués clairs et suffisants. Le recourant n’oppose rien à la constatation des juges précédents selon laquelle, si le testament olographe du 10 janvier 2001 y est bien cité, son contenu – et en particulier le ou les héritiers qu’il désignerait, le cas échéant – n’était pas évoqué, ce qui le rendait insuffisant pour faire de la légitimation active un fait implicite (c. 3.2).
Nach dem materiellem Recht ist die Klagelegitimation eine implizite Tatsache, d.h. eine Tatsache, die zweifelsfrei in einer anderen ausdrücklich behaupteten Tatsache enthalten ist. Die Behauptungs- und Beweislast für diese Tatsache liegt nur dann bei der klagenden Partei, wenn die Gegenpartei sie bestritten hat. So trägt der Kläger nur dann die Behauptungs- und Beweislast, wenn der Beklagte die Klagebefugnis des Klägers bestreitet oder das Fehlen der Klagelegitimation behauptet. Bei fehlender Bestreitung wird die implizite Tatsache als zugestanden angenommen (E. 3.1).
Gemäss dem Kantonsgericht wurde die Existenz eines eigenhändigen Testaments und die Tatsache, dass dieses ihn als Erben einsetzt, nicht mit klaren und ausreichenden Behauptungen geltend gemacht. Der Beschwerdeführer widerspricht nicht der Feststellung der Vorinstanz, dass das eigenhändige Testament vom 10. Januar 2001 zwar darin zitiert wurde, sein Inhalt - und insbesondere der oder die Erben, die es gegebenenfalls bestimmen würde - jedoch nicht erwähnt wurde, was es unzureichend machte, um die Aktivlegitimation zu einer impliziten Tatsache zu machen (E. 3.2).

II. öffentlich-rechtliche Abteilung – Öffentliche Finanzen und Abgaberecht – Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Graubünden und direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2015-2016 (FL Anstalt als alleinige Begünstigte eines Testaments)
Gemäss Art. 16 Abs. 1 DBG unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte der Einkommenssteuer mit Ausnahme insbesondere der steuerfreien Einkünfte nach Art. 24 DBG. Auch Zuwendungen aus – inländischen und ausländischen – Stiftungen fallen unter die Einkommenssteuer nach Art. 16 Abs. 1 DBG, Vermögensanfälle infolge Vermächtnis oder Schenkung sind gemäss Art. 24 lit. a DBG hingegen steuerfrei (E.4.1).
Der Erblasser hat in seinem Testament eine liechtensteinische Anstalt als alleinige Begünstigte eingesetzt. Der Beschwerdeführer wurde folglich nicht mit einem Vermächtnis bedacht und es liegt auch keine Schenkung des Erblassers mit Vollziehbarkeit auf seinen Tod (Art. 245 Abs. 2 OR) vor. Die Zuwendungen, die der Beschwerdeführer von der Anstalt erhalten hat, erfolgten nur auf Grundlage des vom Erblasser manifestierten Beistatuts der Anstalt. Es bestand somit nie eine rechtliche Beziehung zwischen Erblasser und Beschwerdeführer oder ein erbrechtlicher Anspruch des Beschwerdeführers (E. 4.3).
Die Rechtsform der Anstalt nach liechtensteinischem Recht ist dem schweizerischen Recht unbekannt, jedoch wird sie spätestens mit dem Tod des Errichters als eigenständiges Steuersubjekt anerkannt (E. 4.4.2).
Die Anstalt ist kein blosses «Nachlassvehikel», sondern ein eigenständiges Rechtssubjekt. Die Zuwendungen der Anstalt können daher auch steuerrechtlich nicht als Schenkung oder Zuwendung von Todes wegen der Errichterin/Erblasserin (mittelbar) zugerechnet werden. Die Besteuerung auf Stufe Anstalt und auf Stufe der Begünstigten stellt mangels eines identischen Steuersubjekts keine Doppelbesteuerung dar und rechtfertigt auch keinen Durchgriff (E. 4.4.3).
Art. 24 lit. a DBG knüpft grundsätzlich an die zivilrechtlichen Begriffe des Vermächtnisses (Art. 484 ff. ZGB) und der Schenkung (Art. 239 ff. OR) an, weshalb auch keine wirtschaftliche Betrachtungsweise in Frage kommt, die zum Schluss kommen würde, dass die Zuwendungen als Teil des ursprünglichen Vermögens des Erblassers (indirekt) zufliessen (E. 4.4.4).
Die Zuwendungen der Anstalt an den Beschwerdeführer können nicht als Schenkung der Anstalt an den Beschwerdeführer qualifiziert werden. Es fehlt an der Freiwilligkeit bzw. am Schenkungswillen, da die Anstalt lediglich eine ihr durch die Satzungen auferlegte Rechtspflicht erfüllt hat (E. 4.5).
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II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – Feststellungsklage
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II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – Forderung

Verfügungen von Todes wegen und Rechtsgeschäfte unter Lebenden werden danach unterschieden, ob sie bereits zu Lebzeiten des Erblassers rechtliche Bindungen begründen (Rechtsgeschäft unter Lebenden) oder erst mit dem Tod des Erblassers entstehen (Verfügung von Todes wegen). Es geht darum, ob ein Geschäft das Vermögen des Verpflichteten zu dessen Lebzeiten belastet oder erst den Nachlass.
Nach dem Grundsatz des favor negotii ist, wenn die Parteien die Formvorschriften nicht beachten und beide Arten von Rechtsgeschäften möglich sind, eher ein gültiges Rechtsgeschäft unter Lebenden, als ein ungültiges Rechtsgeschäft von Todes wegen anzunehmen (E.3.1.).

II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – Unentgeltliche Rechtspflege (Erbschaft)
Die mit Arglist, Zwang oder Drohung begründete Erbunwürdigkeit (Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB) wird nicht dadurch beseitigt, dass der Erblasser vom Widerruf seines (unter Arglist, Zwang oder Drohung errichteten) Testaments absah, obwohl er dazu in der Lage gewesen wäre. Es muss vielmehr der Beweis angetreten werden, dass der Erblasser an seinem Testament auch dann noch festhalten wollte, als ihn Arglist, Zwang und Drohung nicht mehr an einem Widerruf des Testaments hinderten (E. 2.4).

II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – Vorsorgliche Beweisführung
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II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – Revision (Feststellungsklagen / unentgeltliche Rechtspflege)
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Tribunal Fédéral 5A_837/2021 du 12.04.2022 
​​​​​​​IIe Cour de droit civil – Droit des successions – certificat d'exécuteur testamentaire (dépens)
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Tribunal Fédéral 5A_748/2021 du 05.04.2022 
​​​​​​​IIe Cour de droit civil – Droit des successions – partage successoral, saisie d'une part héréditaire, concours de l'autorité (art. 609 al. 1 CC)
Recours contre l’arrêt de la Chambre civile de la Cour de justice du canton de Genève, du 14. Juillet 2021 (C/282/1978 DAS/142/2021)

La mission de l’autorité conformément à l’art. 609 al. 1 CC, resp. du représentant qu’elle a désigné s’épuise dans la participation au partage, partage qu’elle ne peut ni effectuer ni diriger elle-même. Le but de l’art. 609 al. 1 CC est de garantir la protection des intérêts du créancier dans le cadre du partage dans le but final de satisfaire le créancier (c. 5.1).
L’Art. 609 al. 1 CC a pour but d’éviter que l’héritier-débiteur renonce, d’entente ou non avec ses cohéritiers, à faire valoir tout ou partie de ses droit successoraux de manière préjudiciable à son créancier. Les fonctions et tâches de l’autorité intervenant au partage ne correspondent pas à celles du curateur (art. 393 ss CC). Le principe de l’impartialité de l’autorité judiciaire ne justifie pas l’application par analogie de l’art. 403 al. 2 CC concernant les empêchements et conflits d’intérêts du curateur (E. c.2).

Die Aufgabe der Behörde nach Art. 609 Abs. 1 ZGB bzw. des von ihr ernannten Vertreters erschöpft sich in der Teilnahme an der Teilung, die sie selber weder einleiten noch durchführen kann. Der Zweck von Art. 609 Abs. 1 ZGB besteht darin, den Schutz der Interessen des Gläubigers bei der Teilung mit dem Endziel seiner Befriedigung zu gewährleisten (E. 5.1).
Art. 609 Abs. 1 ZGB soll verhindern, dass der Erbenschuldner, mit oder ohne Einverständnis der Miterben, zum Nachteil seines Gläubigers auf die Geltendmachung aller oder eines Teils seiner Erbrechte verzichtet. Die Funktionen und Aufgaben der an der Teilung beteiligten Behörde entsprechen nicht denen des Beistands (Art. 393 ff. ZGB). Der Grundsatz der Unparteilichkeit der Justizbehörde rechtfertigt nicht die analoge Anwendung von Art. 403 Abs. 2 ZGB, der die Verhinderung und Interessenkollision des Beistands regelt (E. 5.2).

II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – Aufsichtsbeschwerde gegen den Willensvollstrecker
Die Zuständigkeit des Kantonsgerichtspräsidiums (des Kantons Glarus) zur Behandlung von Aufsichtsbeschwerden gegen einen Willensvollstrecker ergibt sich aus einer analogen Anwendung von Art. 7 Abs. 1 lit. b EG ZPO/GL (Einführungsgesetz zur Schweizerischen ZPO des Kantons Glarus, GS III C/1) und entspricht einer langjährigen gefestigten Praxis. Mit der am 5. September 2021 beschlossenen Revision des GOG/GL, die vorrausichtlich am 1. Juli 2022 in Kraft treten wird, wird die Zuständigkeit betreffend Aufsicht über den Willensvollstrecker bzw. Erbschaftsliquidator auch explizit in lit. h bzw. lit. i des Art. 7 Abs. 1 EG ZPO/GL geregelt sein.

Stand heute lässt sich die analoge Zuständigkeit aus dem Wort «insbesondere» in Art. 7 Abs. 1 EG ZPO/GL herleiten, sowie aus dem Verweis von Art. 7 Abs. 1 lit. b EG ZPO/GL auf die Art. 593 ff. ZGB womit sich die Zuständigkeit auch über Art. 518 Abs. 1 i.V.m. Art. 595 Abs. 3 ZGB und Art. 7 Abs. 1 lit. b EG ZPO/GL ergibt. Diese so ausgelegte lex specialis geht der der Generalklausel zugunsten der KESB in Art. 9a Abs. 4 EG ZGB/GL vor (E. 3).​​​​​​​

Tribunal Fédéral 5A_469/2020 du 28.03.2022 
IIe Cour de droit civil – Droit des successions – délivrance d'un certificat d'héritier (compétence internationale, litispendance)
Dès lors que la procédure d’établissement du certificat d’héritier n’a pas pour objet de statuer matériellement sur la qualité d’héritier (…) la décision d’établissement et de délivrance du certificat d’héritier constitue, de jurisprudence constante, une mesure provisionnelle au sens de l’art. 98 LTF (c. 2.1).
Selon l’art. 93 al. 1 LaCC (Loi d’application du 11 octobre 2012 du code civil suisse et d’autres lois fédérales en matière civile, RS GE E 1 05) la compétence pour délivrer un certificat d’héritier dans le cadre d’une succession ab intestat est déléguée aux notaires. L’autorité cantonale a jugé que bien que la loi ne prévoyait pas expressément, il ressortait des travaux parlementaires que l'autorité de contrôle était la Justice de paix. L'autorité cantonale a conclu que la Justice de paix disposait ainsi de la compétence matérielle pour statuer sur la requête de l'intimée tendant à la délivrance d'un certificat d'héritier ab intestat (c. 4.1).
Weil das Verfahren zur Ausstellung der Erbbescheinigung nicht zum Ziel hat, materiell über die Erbenstellung zu entscheiden (…) stellt die Entscheidung zur Ausfertigung und Ausstellung der Erbbescheinigung, nach ständiger Rechtsprechung, eine vorsorgliche Massnahme nach Art. 98 BGG dar (E.2.1).
Gemäss Art. 93 Abs. 1 EG ZGB (Einführungsgesetz vom 11. Oktober 2012 zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch und anderer Bundesgesetze in Zivilsachen, RS GE E 105) sind ihm Rahmen der gesetzlichen Erbfolge die Notare für die Ausstellung der Erbbescheinigung zuständig. Die kantonale Vorinstanz urteilte, dass, obwohl das Gesetz dies nicht ausdrücklich vorsehe, es sich aus den Materialien ergebe, dass das Friedensgericht die zuständige Aufsichtsbehörde sei. Die kantonale Vorinstanz kam zum Schluss, dass das Friedensgericht folglich über die sachliche Zuständigkeit verfügte, um über den Antrag der Beschwerdegegnerin auf Ausstellung der Erbbescheinigung zu entscheiden (E. 4.1).

II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – unentgeltliche Rechtspflege (Erbteilungsklage)
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Schweizerisches Bundesgericht 5A_291/2021 vom 22.03.2022
II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – unentgeltliche Rechtsspflege (Erbteilung; Berufungsverfahren)
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II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht – Erbteilung
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz ZK1 2019 28 und ZK2 2019 38 vom 22. Februar 2021
Der Erblasser hat seine früheren Testamente nicht wirksam widerrufen, indem er auf deren Kopien jeweils seinen datierten und unterschriebenen Vermerk «ungültig» anbrachte, weil er Inhalt bzw. Gegenstand des Widerrufs nicht eigenhändig bestimmt hat (E. 3.2).
Der Tatbestand von Art. 511 Abs. 1 ZGB ist auch erfüllt, wenn frühere und spätere positive Anordnungen in Testamenten aufeinandertreffen, selbst wenn sich diese nicht widersprechen. Allein die Tatsache der Errichtung einer weiteren Verfügung hebt die frühere auf. Anderes gilt, wenn der Erblasser ausdrücklich erklärt, dass das frühere Testament aufrechterhalten wird oder dies deutlich («zweifellos») aus dem Inhalt hervorgeht (E. 4.1).
Es spielt dabei keine Rolle, dass der Erblasser mit dem neuen Testament nur seine Nachkommen auf den Pflichtteil gesetzt hat und nicht über die frei verfügbare Quote verfügt hat, im Ergebnis also dennoch die gesetzlichen Erben die frei verfügbare Quote erhalten werden (vgl. Art. 481 Abs. 2 ZGB) (E.4.2).

= ius.focus 5/2022 (Anmerkungen von Frederik Weber)
Art. 509, Art. 511 ZGB: Errichtet der Erblasser mehrere letztwillige Verfügungen, tritt die neue Verfügung an die Stelle der früheren, soweit sie sich nicht zweifellos als deren blosse Ergänzung darstellt.

Schweizerisches Bundesgericht 5A_187/2021 vom 16.03.2022
II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Herabsetzungsklage
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 2. Kammer, vom 13. Januar 2021 (ZOR.2020.25 / rb)
Die Verwirkungsfrist von Art. 533 Abs. 1 ZGB zur Erhebung der Herabsetzungsklage beginnt ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab dem eine in ihrem Pflichtteil verletzte Person die tatsächlichen Elemente kennt, die auf den günstigen Ausgang einer Herabsetzungsklage vertrauen lassen. Der vollständig übergangene Erbe erfährt schon aus der entsprechenden letztwilligen Verfügung von der Verletzung seines Pflichtteils, der nicht vollständig übergangene Erbe benötigt für den Fristbeginn eine ungefähre Kenntnis von der Höhe des Nachlasses (E. 2.2).
Für das Bundesgericht ist ein vor den kantonalen Gerichten angeblich hängiges zweites Herabsetzungsverfahren nicht gerichtsnotorisch (E. 4.4.1).
Für die Wertbestimmung einer lebzeitigen Zuwendung (eines Unternehmens) ist primär der subjektive Parteiwille massgebend und nicht allfällige Verkehrsschätzungen von Gutachtern und Steuerbehörden bezüglich des tatsächlichen Werts der Zuwendung (E. 5.4.3).
Die gemischte Schenkung einer Liegenschaft zu Gesamteigentum einer Erbin und ihres Ehemannes schliesst nicht aus, dass der Schenkungsanteil einseitig der Erbin zugekommen ist und damit herabsetzungspflichtig ist. Insbesondere die Steuerfreiheit der Zuwendung, sofern nicht anders dargelegt, sprechen für eine einseitige Zuwendung des Schenkungsanteils an die Erbin (E. 7.2, E. 7.4.3).

Tribunal Fédéral 5D_10/2020 du 15.03.2022 
IIe Cour de droit civil - Droit des successions - indemnité du conseil d'office (assistance judiciaire, partage successoral)
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II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Erbenermittlung
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II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Unentgeltliche Rechtspflege (Erbschaftsaufsicht)
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II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Erbteilung (Ratenzahlung des Gerichtskostenvorschusses)
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II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Vermächtnisklage
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 1. Februar 2021 (LB200035)

Gemäss Art. 200 Abs. 3 ZGB gilt alles Vermögen eines Ehegatten bis zum Beweis des Gegenteils als Errungenschaft. Es genügt nicht nur Zweifel an der Zuordnung zur Errungenschaft zu wecken, sondern das Eigengut muss mit dem Regelbeweismass bewiesen werden (E. 3.2).
Aus der blossen Gutschriftenanzeige einer Bank auf ein Firmenkonto ergibt sich nicht, dass es sich um die Auszahlung eines vorehelich geäufneten Säule 3a-Guthabens handelt. Die erst nach Aktenschluss vorgebrachte Tatsachenbehauptung, dass als Zahlungsgrund die Police-Nummer angegeben wurde, die sich auch auf der Bescheinigung über Vorsorgebeiträge in der Säule 3a befindet, kann nicht berücksichtigt werden (E.3.3).
Es liegt keine Verletzung von Art. 229 Abs. 1 lit. b ZPO vor, da es dem Beschwerdeführer möglich war und er auch seit der Klageantwort, welche die Zugehörigkeit zum Eigengut bestritt, allen Anlass dazu hatte sämtliche Unterlagen bzw. Beweismittel vorzubringen (E.4.4.2).
Es besteht im Erbteilungsprozess kein Raum für die analoge Anwendung von Art. 277 Abs. 2 ZPO, da keine vergleichbar aussergewöhnliche Lage oder Schutzbedürftigkeit geltend gemacht werden kann (E. 5.4.3).
War das rechtzeitige Vorbringen von Tatsachenbehauptungen und Beweismitteln möglich und zumutbar, so dient auch die gerichtliche Fragepflicht von Art. 56 ZPO nicht dazu, prozessuale Nachlässigkeiten der Parteien auszugleichen (E. 6.4).


Tribunal Fédéral 5A_528/2021 du 03.02.2022 
IIe Cour de droit civil - Droit des poursuites et faillitesvalidité d'une poursuite (représentation de l'hoirie en cas d'urgence)
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Tribunal Fédéral 5A_653/2020 du 02.02.2022 
IIe Cour de droit civil - Droit des successions - succession, compétence
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​​​​​​​​​​​​Tribunal Fédéral 5A_314/2021 du 31.01.2022 
IIe Cour de droit civil - Droit des successions - actions en nullité et en réduction, libéralités rapportables (fardeau de la preuve et appréciation des preuves)
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Tribunal Fédéral 5A_212/2020 du 26.01.2022 
IIe Cour de droit civil - Droit des successions - succession
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Tribunal Fédéral 5A_376/2021 du 26.01.2022 
IIe Cour de droit civil - Droit des successions - partage successoral (intérêts sur les impôts d'un legs)
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Schweizerisches Bundesgericht 2C_64/2022 vom 24.01.2022
II. öffentlich-rechtliche Abteilung – Öffentliche Finanzen und Abgaberecht - Erbschaftssteuer des Kantons Zürich, Steuerperiode 2016
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II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 5F_21/2021 vom 9. September 2021

Mangels hinreichender Begründung trat das Bundesgericht auf die Beschwerde gegen den Nichteintretensentscheid des Appellationsgerichts nicht ein. Es wurde um Erläuterung und Berichtigung ersucht. Was nicht möglich war. Die Revision wurde abgewiesen. Es wurde den Ausstand der bei letztem Entscheid urteilenden Richtern verlangt und diese Eingabe wurde als Revisionsgesuch entgegengenommen (E. 1).
Die Umstände, mit denen die Ablehnung begründet wurde, waren zum Zeitpunkt des Revisionsgesuchs allesamt bekannt. Sie hätten folglich im ersten Revisionsgesuch vorgebracht werden müssen. Das Ablehnungsgesuch ist verspätet (E. 4.2).
Ausserdem wird kein Revisionsgrund nach Art. 121 ff. BGG geltend gemacht (E. 4.3).
​​​​​​​Das Ablehnungsgesuch wurde abgewiesen (E. 4.5).

​​​​​​​​​​​​​​IIe Cour de droit civil - Droit des successions - droit des successions, action en partage, sursis

Le tribunal d’arrondissement a rejeté l’action tendant au partage successoral. La cour d’appel a admis l’appel et annulé la décision (A).
Les recourants n'exposent pas en quoi les conditions de l'une des hypothèses de l'art. 93 al. 1 LTF seraient réalisées. Il n'est donc ni établi ni manifeste que le renvoi de la cause au tribunal de première instance exposera les recourants à un préjudice irréparable au sens de l'art. 93 al. 1 let. a LTF, ou que l'instruction de la cause par l'autorité de première instance nécessitera une administration complexe et longue de preuves au sens de l' art. 93 al. 1 let. b LTF. Recours irrecevable (c. 1.3).
Das Bezirksgericht wies die Klage auf Erbteilung ab. Das Berufungsgericht ließ die Berufung zu und hob den Entscheid auf (E. A.).
Die Beschwerdeführer legen nicht dar, inwiefern die Voraussetzungen für eine der Hypothesen von Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt sein sollen. Es ist somit weder erwiesen noch offensichtlich, dass die Rückweisung der Sache an das erstinstanzliche Gericht den Beschwerdeführern einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil i.S.v. Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG zufügen würde oder dass die Untersuchung der Sache durch die erstinstanzliche Behörde eine komplexe und zeitraubende Beweiserhebung im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG erfordern würde. Unzulässige Beschwerde (E. 1.3).

Schweizerisches Bundesgericht 5A_69/2021 vom 07.01.2022
II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Ausrichtung Vermächtnis 
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Zivilkammer, vom 3. Dezember 2020 (ZKBER.2020.57)
Dass die Vermächtnisgläubigerin die Ausrichtung des Vermächtnisses «zu Lasten des Nachlasses» beantragt hat, bedeutet nicht, dass die persönliche Haftung der Beklagten ausscheidet, sondern gibt Auskunft über den Rechtsgrund der Forderung (E. 3.3).
Vermächtnisnehmer haben gegen die gesetzlichen oder eingesetzten Erben einen persönlichen Anspruch (Art. 562 Abs. 1 ZGB). Für Schulden des Erblassers haften die Erben solidarisch (Art. 603 Abs. 1 ZGB). Nach überwiegender Lehre und Bundesgericht gilt diese Solidarhaftung auch für Vermächtnisse, sofern der Erblasser diese nicht einem oder mehreren bestimmten Erben auferlegt hat (E. 4.1, E. 4.3.2).

Schweizerisches Bundesgericht 5A_398/2021 vom 07.01.2022
II. zivilrechtliche Abteilung – Erbrecht - Erbausschlagung 
Die Ausschlagung ist eine einseitige Willenserklärung, die prinzipiell unwiderruflich ist, jedoch in sinngemässer Anwendung von Art. 23 ff. OR angefochten werden kann. Vorliegend wurde jedoch kein Willensmangel geltend gemacht (E. 2.1).
Die zuständige Behörde hat über die Ausschlagungen ein Protokoll zu führen (Art. 570 Abs. 3 ZGB), das lediglich Beweis für die Abgabe und den Zeitpunkt der Ausschlagungserklärung schafft, sonst aber keinerlei Rechtskraftwirkung hat (E. 2.2).
Gemäss Art. 54 SchlT ZGB ist es Sache der Kantone die zuständige Behörde zu bestimmen, wobei sich auch das Verfahren vor dieser Behörde nach kantonalem Recht richtet. Wird dabei keine eigene Verfahrensordnung aufgestellt, sondern auf die ZPO verweisen, so stellen diese Normen kantonales Recht und nicht Bundesrecht dar (E.2.3).
Kantonales Recht prüft das Bundesgericht grundsätzlich nur auf die Verletzung verfassungsmässiger Rechte, namentlich Willkür, sofern entsprechende Rügen erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). Da Art. 328 Abs. 1 ZPO und Art. 256 Abs. 2 ZPO als kantonales Recht angewendet wurden, genügen die vorgetragenen Beanstandungen nicht den somit erforderlichen Anforderungen an Willkürrügen. Es ist daher nicht auf sie einzutreten (E. 2.4).

Tribunal Fédéral 5A_905/2021 du 07.01.2022 
IIe Cour de droit civil - Droit des successions - Droit des successions - succesion, invalidation de l'acceptation de la succession, répudiation
Le Tribunal cantonal a déclaré irrecevable – faute de motivation – le recours interjeté contre la décision de la Juge de paix, rejetant la demande de la recourante en invalidation de son acceptation de la succession et déclarant la répudiation irrecevable (c. 1).
La recourante ne s’en prend pas aux considérants de l’arrêt attaqué, elle ne démontre pas que le raisonnement de la décision cantonale violerait le droit (c. 2).
Das Kantonsgericht erklärte - mangels Begründung - die Beschwerde gegen den Entscheid der Friedensrichterin für unzulässig, wies den Antrag der Beschwerdeführerin auf Ungültigkeitserklärung ihrer Annahme der Erbschaft zurück und erklärte die Ausschlagung für unzulässig (E. 1).
Die Beschwerdeführerin greift die Erwägungen des angefochtenen Urteils nicht an, sie zeigt nicht auf, dass die Begründung des kantonalen Entscheids Recht verletzen würde (E. 2).

Schweizerisches Bundesgericht 5A_799/2020 vom 05.01.2022
II. zivilrechtliche Abteilung - Sachenrecht - Einsicht ins Grundbuch
= successio 16 (2022) 337 (Andrea Dorjee-Good/Alain Muster: Einsicht in des Grundbuch im Hinblick auf eine erbrechtliche Auseinandersetzung)

Tribunal Fédéral 5A 359/2021 du 05.01.2022
IIe Cour de droit civil - Droit des successions - action en réduction, conciliation (validité de la procuration et intérêt à agir)
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Le 3 février une requête de conciliation a été déposée auprès d’un tribunal Bernois et une requête similaire le 4 février dans le canton de Vaud. La juge du canton de Vaud a considéré que, dès lors qu'il y avait litispendance préexistante, il fallait suspendre la procédure de conciliation afin d'éviter un risque de jugements contradictoires. Cette décision a été attaquée (B.a).
Ni l’art. 93 al. 1 let. a LTF (au vu de la motivation insuffisante) ni l’art. 93 al. 1. let. b LTF (au vu que le TF ne pourrait qu’ordonner la reprise de la procédure et pas rendre un jugement final) sont remplis (c. 2.3.2).
Am 3. Februar wurde bei einem Berner Gericht ein Schlichtungsgesuch eingereicht und am 4. Februar ein ähnliches Gesuch im Kanton Waadt. Die Richterin des Kantons Waadt war der Ansicht, dass eine bereits bestehende Rechtshängigkeit vorlag und das Schlichtungsverfahren eingestellt werden müsse, um die Gefahr widersprüchlicher Urteile zu vermeiden. Dieser Entscheid wurde angefochten (B.a).
Weder Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG (angesichts der unzureichenden Begründung) noch Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG (angesichts der Tatsache, dass das BGer nur die Wiederaufnahme des Verfahrens anordnen würde und kein Endurteil fällen könnte) sind erfüllt (E. 2.3.2).
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